gabriele weis,  9.4.2002  /

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Machtworte ?!

 

 

 

 

Es gibt kein mächtigeres Wort als das der Abbitte !

 

 

...  keinen mächtigeren Gedanken als den der Läuterung eigener Ansprüche und Bedürfnisse! 

...  keine mächtigere Tat als die, die nicht rechtet und rechnet, sondern das Rechte bedingungslos vollzieht!

...  und keine mächtigere Hilfe als die, Verantwortlichkeiten mit neuem Respekt zu entwirren!

 

 

 

 

 

Der Konflikt um Palästina ...

 

 

 

...  ist zwischen Israelis und Palästinensern deshalb so ausweglos, weil zahlreiche andere Staaten seit Jahrzehnten als angebliche ´Hilfs´-Battallione für die eine bzw. die andere Seite in ihm agieren!

 

 

 

Die, die von außen in ihm mitmischen, folgen mal ihrem mehrschichtigen Schuldbewusstsein, mal ihren diversen Macht-Träumen bzw. -Phobien und speisen so bereits allzu lange  - es ist wirklich genug! -  eine Kampfzielüberhöhung nach der anderen in einen Landnahme-Konflikt ein, den, egal wie entstanden, ganz gewiss niemand aufzulösen vermag als die unmittelbar Beteiligten selbst!

 

 

 

 

Diese aber waren bis heute niemals damit konfrontiert, ihr Handeln einfach nur für sich zu verantworten.  Immer ´half´ ihnen ein großer Teil der Welt dabei, ihr ´Schicksal´ mit dem unzähliger anderer zu verbinden, um eben gerade nicht unmittelbar miteinander zu einem tragfähigen Kampf-Ende kommen zu müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Erforderliche:

 

 

 

 

1.        Die gesamte umliegende Welt, soweit sie den zunehmend heillosen Nahostkonflikt mitangerichtet hat, verneigt sich öffentlich vor den unzähligen israelischen und palästinensischen Opfern auch ihrer Politik bis heute!

 

Die usa, Europa, Russland und die arabischen Staaten samt dem Iran bekennen sich allesamt zu den fatalen Auswirkungen ihres jahrzehntelangen ´Hilfs´-Tuns und leisten ausdrückliche Abbitte.

 

Der Tag, an dem der erste unter ihnen dies tut, wird zum weltweiten Gedenktag für alle Opfer des nahöstlichen Landnahme-Folge-Konfliktes und zum Tag immer neuer Absage an jede Form respektloser internationaler Machtpolitik.

 

 

 

 

 

2.        Die Mitanrichter-Staaten des Nahost-Konfliktes gewähren den geschundenen und sich selbst immer furchtbarer schindenden Völkern Palästinas endlich die volle Souveränität über ihren Konflikt!

 

 

-          Die usa, Europa, Russland und die arabischen Staaten sowie der Iran geben ihre bisherigen Regelungsansprüche, die Angelegenheiten der Region betreffend, ausdrücklich auf  -  als Mächte auf dem Weg, die Friedenshinderlichkeit eines solchen Tuns zu begreifen!

 

 

Friedensdiplomatie für den Nahen Osten wird ab sofort vor allem anderen eine Diplomatie, die in den möglichst vielseitigen Verzicht auf diese Regelungsansprüche der Außenwelt mündet  -  Schluss mit allen von außen ins Spiel gebrachten Befriedungsplänen!  -  Schluss erst recht mit allen extern erwogenen kriegerisch-militärischen Befriedungs-Gedankenspielen!

 

 

-          Entsprechend entziehen die usa, Europa, Russland und die arabischen Staaten sowie der Iran den unmittelbaren Kombattanten ab sofort   -  und in endlich einmal eigenständig-mutigem Vertrauen auf jenen Domino-Effekt, der ja keineswegs nur bestimmten Negativ-Auswirkungen innewohnt (!!) -  ausdrücklich jede Form ihrer bekannt fatalen politischen ´Solidarität´!  -  Schluss mit jeder Form von Waffenhandel mit einem der beiden kämpfenden Völker wie mit jeder anderen Form materieller Unterstützung, ehe Israelis und Palästinenser sich nicht endlich ausschließlich eigenverantwortlich zum Frieden zusammengerauft haben!

 

(Das Problem ungleicher Kräfteverhältnisse ist noch durch keine ´Solidaritäts´-Aktion dieser Welt jemals zu ´gerechtem´ Ausgleich gebracht worden  -  man soll also nicht länger so tun, als schaffe ´Solidarität mit dem Schwächeren oder Näherstehenden´ ´gerechtere´ Kräfteverhältnisse!)

 

 

-          Die Mitanrichter-Staaten des mittlerweile in furchtbar neuen Sackgassen gelandeten Nahostkonflikts enthalten sich darüber hinaus jeder (u.U. noch so naheliegenden) Verurteilung des Auseinandersetzungsweges, den die beiden Völker gehen, nachdem ihre Mitwelt sie in die volle Konflikt-Souveränität entlassen hat, wie jeder Form von Druckpolitik.  Sie verfügen allesamt nicht über eine entsprechende Integrität!

 

 

-          Sollten Israelis und Palästinenser es über kurz oder lang in ungeschmälerter Souveränität nicht selbstgesteuert zu einem ausschließlich durch sie selbst verhandelten Friedensschluss bringen, gäbe es ja vielleicht einen weiteren Weg zum Frieden außerhalb jeder bislang ventilierten Machtpolitik:

Sie könnten sich irgendwo in der Welt einen nichtstaatlichen Schiedsrichter oder ein machtpolitisch nirgendwo organisatorisch eingebundenes Schiedsrichtergremium wählen  - Einzelpersönlichkeiten jenseits wohlfeiler Interessengebundenheiten - , um sich beide vorbehaltlos dessen bzw. deren Schiedsspruch zu unterwerfen unter der Zusicherung, dass auch der Rest der Welt eine so gefundene Lösung respektierte... 

 

 

 

 

3.       Die sich medial versorgende und artikulierende Weltöffentlichkeit definiert ihre Rolle neu:

 

 

-          Sie verfolgt das weitere Geschehen genau und stellt den Kombattanten, wo nötig, die so oder so erforderlich werdenden Fragen.

 

-          Sie macht sich denkbar gezielt zum Sprachrohr aller Opfer eventueller Kriegsverbrechen,

 

-          Zum Mahner gegen jede Neukonzeption friedensgefährdender Ungerechtigkeit

 

-          Und zum engagierten Multiplikator aller Ausgleich und tragfähige Perspektiven ins Spiel bringenden Kräfte in beiden Völkern.

 

-          Ausschließlich Opfern und Friedensstiftern verschafft sie weltweit einen Namen und ein Forum.  -  Bezüglich jeder kriegstreiberischen Aktivität jedoch belässt sie es nur mehr bei der anonymen Nennung der Funktion des bzw. der betreffenden Akteure.

 

-          Spekulative Formate vermeidet sie ganz bewusst  -  insbesondere auch die ewigen, allzu beliebten, aber immens fatalen Machtrollen-Erörterungen im Rahmen angemaßter ´ordnungspolitischer Aufgaben´!

 

 

 

 

 

 

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